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Bereits mehrfach wurde über die dem THW-Ortsverband zur Verfügung stehende Technik und Logistik gesprochen und diskutiert. Die letzten Einsätze machten es deutlich:
die vorhandene Technik im Bereich der Ölschadensbekämpfung entspricht nicht dem Anforderungsprofil. Dabei handelte es sich bei den letzten Einsätzen nur um geringfügige Schadenslagen: Paraffinbekämpfung auf dem Fischland/ Darss an überschaubaren Einsatzabschnitten oder Schneeeinsätze zu Beginn diesen Jahres.
Die vorhandene Technik kann, konstruktionsbedingt, den Anforderungen des Materialtransportes im Küstenbereich nicht genügen. Der Transport der Einsatzkräfte, des benötigten Materials sowie der Abtransport größerer Mengen Schadstoffe ist mit der vorhandenen Technik nicht effizient leistbar. Weder das THW noch die Partnergemeinschaft verfügen über ein schlüssiges Grundkonzept für Transportlogistik der Ölschadenbekämpfung.
Das Projekt „ Fahren im Feinsandbereich der Ostsee“ soll diese Schwachstellen am praktischen Beispiel aufzeigen. Deshalb wurde durch das Havariekommmando über den Landesverband des THW eine Strandbefahrübung in Auftrag gegeben, die seitens der THW-Geschäftsstelle Stralsund und des THW-Ortsverbandes Stralsund geplant, organisiert und durchgeführt wurde. In der Folge soll eine Möglichkeit aufgezeigt werden, den Transport der Technik und Mannschaften vom Ölwehrstützpunkt bis zur Einsatzstelle, sowie den Abtransport der Schadstoffe von der Aufnahmestelle bis zur Übergabe an den Entsorger professionell und effizient zu gestalten. Somit wurden Vertreter und Technik von namenhaften Herstellern für diese Strandbefahrübung an- und aufgefordert, ihre Technik der des THW´s gegenüberzustellen, um somit Stärken und Schwächen zu zeigen. Vom 04.05. an wurde an einem Strandabschnitt von Prora auf Rügen der Parcour festgesteckt, Behelfsstraßen aus Holz, Gummi und PVC wurden verbaut. Zum 06.05.2010 reisten dann die Fahrer mit ihrer Technik an, darunter MAN, Unimog, Iveco, Tatra, Hüffermann u.v.m. an, um sich dem Parcour am Samstag zu stellen. Die Fahrzeuge sollten diesen Parcour mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen dreimal befahren. Begonnen wurde im unbeladenen Zustand, danach sollten die Fahrzeuge mit der Hälfte der zulässigen Zuladelast beladen werden, anschließend die dritte Runde mit voller Beladung fahren. Die Beurteiler aus Wirtschaft, THW und Havariekommando sind zu einem Ergebnis gekommen, woraus ein Konzeptvorschlag des THW Stralsund ausgearbeitet wird, der ganz speziell auf die Bedürfnisse der Ölschadenbekämpfung an der Ostseeküste (Feinsandbereiche) eingeht.
Hier geht es zu Bildern dieser Strandbefahrübung
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